INSTITUT für TRAININGSOPTIMIERUNG

 

Leistungsdiagnostik und Fitness-Check im Detail

Leistungsdiagnostiken und Fitness-Checks führen wir in fast allen Disziplinen durch. Am häufigsten kommen Tests auf dem Laufband, der Laufbahn (Feldtest) oder dem Fahrrad-Ergometer zum Einsatz.

Wie funktioniert eine Leistungsdiagnostik?

LeistungsdiagnostikEine Leistungsdiagnostik funktioniert nach folgendem allgemeinen Prinzip:
Die Belastung in einer Disziplin (z.B. die Tretleistung beim Radfahren) wird langsam und kontrolliert gesteigert. Zu festgelegten Zeitpunkten werden dann Herzfrequenz und Blutlactat bestimmt. So werden für verschiedene Belastungsstufen die dazugehörigen medizinischen Parameter des Sportlers ermittelt. Diese Werte werden in ein Diagramm übertragen. Aus diesem Diagramm können dann die individuellen Trainingsherzfrequenzen, Aussagen über den aktuellen Leistungsstand, Stärken und Schwächen sowie Trainingstipps abgeleitet werden.


Leistungsdiagnostik Wir führen unsere Fahrrad-Ergometer-Tests auf dem Cyclus 2 Ergometer durch. Dadurch kann der Sportler sein eigenes Fahrrad benutzen (für Fitness-Sportler halten wir ein an die Körpergröße anpassbares Fahrrad bereit), und trotzdem ist eine absolut genaue Erfassung der Leistung (Watt) gegeben.



Detaillierte Durchführung

Fitness-Check / Einfacher Stufentest

Dieser Test ist je nach Testprotokoll und Spezialdisziplin für Wellness- und Fitneßsportler oder leistungsorientierte Sportler vorgesehen.

Lauf

Diagramm LeistungsdiagnostikNach dem Warmlaufen wird je nach Leistungsfähigkeit mit einer Geschwindigkeit von 4 bis 10 km/h begonnen. Diese Geschwindigkeit wird für drei Minuten gelaufen, danach erfolgt eine einminütige Pause zur Blutentnahme (20 Ál aus dem Ohrläppchen). Danach wird die Geschwindigkeit in jeder 3 Minuten Stufe jeweils um 2 km/h erhöht bis der Sportler ausbelastet ist. Die Bestimmung der anaeroben Schwelle erfolgt anhand der Blutlactat-Werte mittels eines mathematischen Verfahrens.


Rad

Diagramm LeistungsdiagnostikHier stehen verschiedene Testprotokolle zur Auswahl, deren Einsatz individuell abgesprochen wird.
Als Standard setzen wir folgendes Protokoll ein: Die Anfangsbelastung beträgt 50 oder 100 W, danach wird jede Minute um 10 W gesteigert. Die Blutentnahme erfolgt 2-3minütlich.
Andere Protokolle (z.B. das Protokoll des BDR) können auf Wunsch ebenso eingesetzt werden.

Doppelter Stufentest

Dieser Test ist primär für leistungsorientierte Sportler vorgesehen, er liefert mehr Aussagen als der einfache Stufentest. Es werden 2 Stufentests mit einer kurzen Pause direkt nacheinander durchgeführt.
Der Vorteil liegt v.a. darin, daß pro Belastungsstufe zwei Pulswerte, einer ohne Vorbelastung (1. Stufentest) und einer mit Vorbelastung (2. Stufentest), zur Auswertung zur Verfügung stehen. Dadurch können bei den Trainingsempfehlungen Prozesse wie Erhöhung der Körpertemperatur und ein damit verbundener Anstieg der Herzfrequenz berücksichtigt werden.
Dem doppelten Stufentest ("Senkentest") liegt die Definition der anaeroben Schwelle zugrunde: die maximale Leistungsstufe, bei der sich Lactatproduktion und Lactatabbau die Waage halten. Unter definierten Testbedingungen (Belastungsanstieg, Pausenlänge, Startbelastung des 2. Stufentests) ist dies im tiefsten Punkt der Lactatkurve ("Senke") der Fall. Links davon ist der Lactatabbau größer als die Neuproduktion, also fällt der Lactatwert trotz Belastung. Rechts der Senke ist die Neuproduktion des Lactats größer, deshalb steigt der Lactatwert wieder.

Lauf

Diagramm LeistungsdiagnostikEs werden Stufen von 800 m gelaufen. Im ersten Teil des Tests wird von 800 m-Stufe zu 800 m-Stufe um 2 km/h gesteigert, dazwischen liegen einminütige Pausen. Ist die Maximalgeschwindigkeit erreicht, erfolgt eine siebenminütige Pause und der Test beginnt von neuem mit einer 800 m-Stufe, deren Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der erreichten Maximalgeschwindigkeit festgelegt wird. Jetzt wird von Stufe zu Stufe um 1 km/h gesteigert. Blutproben werden erst im zweiten Teil des Tests genommen.


Rad

Diagramm LeistungsdiagnostikDie Anfangsbelastung beträgt 100 W, danach wird jede Minute um 16,67 W gesteigert (also 50 W in 3 min). Nach der Ausbelastung erfolgt wie beim Lauftest eine siebenminütige Pause. Der zweite Teil hat eine von der Maximalleistung des ersten Teils abhängige Anfangsbelastung, die Steigerung beträgt ebenfalls wieder 16,67 W/min. Blutproben werden auch hier erst im zweiten Teil des Tests genommen.


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